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Weltpremieren geglückt!

16. Dezember 2007

Bei Improtheater über geglückte Weltpremieren zu sprechen ist eigentlich witzlos, schließlich wird hier ja alles improvisiert und ist somit Weltpremiere (meisten auch gelich -derniere, soweit es denn so heißt…). Allerdings kann man im Rückblick auf die vergangene Show am 13.12. in der Kleinkunstbühne Der Schalk durchaus von geglückten Weltpremieren sprechen, denn schließlich hatte Volle Möhre! eine Vorgruppe, die richtiges Theater aufgeführt hat!

In der rund 10minütigen Szene, die die acht Teilnehmer eines Theaterwokshops im Rahmen ihrer Frisörausbildung aufführten, wurden die Probleme der Märchenfiguren mit ihren Frisuren durchleuchtet. Dornröschen hatte eine Frisur, die seit 100 Jahren aus der Mode ist und außerdem verstruwwelt war, als sei sie eben erst aufgestanden, Rapunzel wurde beim Einschleusen ihres Lovers erwischt und brauchte dringend eine neue Haarverlängerung und die Hexe hatte das Problem dass ihre Haare viel zu ordentlich waren! Naturkrause musste her! Alles kein Problem im Frisörsalon „Schneewittchen“.

Durchaus gekonnt spielten die sieben Damen und der eine Herr die Szene, von ihrer Nervosität im Vorfeld war nur in den ersten Minuten etwas anzumerken. Toll, was in drei Tagen Theaterarbeit alles entstehen kann!

Mit Nervosität beschäftigt sich Volle Möhre! schon längst nicht mehr, wobei ein bisschen Lampenfieber natürlich immer noch dazu gehört. Spannend waren im Vorfeld nur die Fragen: Wie kommt das neuentwickelte Spiel (also auch hier eine Weltpremiere) „Konferenzschaltung“ an und wie ist es eine abendfüllende Show mit drei Spielern (ebenfalls Weltpremiere für Volle Möhre!) durchzustehen? Beide Fragen konnten positiv beantwortet werden. Das Extremduellügeln zwischen Rheinhold Messner und dem Yeti, das Synchron-Stalking, das Biathlonleuchtturmwärtern und das Kunstklingeln, allesamt Bestandteile der Uraufführung von „Konferenzschaltung“ sorgten für Begeisterungswellen und man kann auch zu dritt eine Show meistern. Auch wenn Göksen sicher Recht hat, wenn sie behauptet: „So anstrengend wars noch nie!“ Schließlich steht man in nahezu jeder Szene auf der Bühne…

Fazit: Wieder mal eine tolle Show, die dank der Bestuhlung auch voll aussah, jedoch natürlich weit mehr Besucher vertragen könnte! Mal sehen wie es weiter geht mit Volle Möhre! in Nürnberg. Wenn man manch „Konkurrenz“veranstaltung mit einem Drittel der Besucher sieht, darf man natürlich hoffen! Und wenn man zu den Kollegen „Die Spätzünder“ nach Bamberg schielt wie viele Shows sie vor richtig leeren Rängen gespielt haben, bis es sich herumsprach und jetzt schön voll ist, dann darf man sogar frohen Mutes sein!

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