Diese Monat hatte es in sich. Gut eigentlich nur die letzte Woche des Monats. Nach dem Auftritt auf der Rampenschweinerei (siehe letzter Eintrag) standen am Sonntag, den 30. März gleich 2 Auftritt in unserer Ursprungsstadt Ansbach an. Um 16 Uhr spielten wir zum ersten Mal “Impro for Kids“. 60 Minuten improvisiertes Theaterspiel für Kinder ab fünf Jahren und: Es hat geklappt! Nachdem im Vorfeld schon das schlimmste befürchtet wurde (heißester Tag des Jahres -> Spielplatzwetter und das Augsburger Kasperle in der Stadt, zeitgleich!) rechneten wir mit 10 bis 15 BEsucher.
Noch negativer sah es Matze von den Kammerspielen. Er wettete mit Willi, dass nicht mehr als 5 Kinder kommen. Willi hielt mit mindestens 10 dagegen und hat gewonnen. Sogar ziemlich deutlich: Rund 40 Besucher (inkl. Eltern) fanden sich in der Kammer ein. Nach ersten Eindrücken waren auch alle ziemlich begeistert obwohl wohl kaum jemand wusste, worauf man sich da einlässt… Wir wussten es aber auch nicht. Als Besonderheit im Vergleich zum Erwachsenenimpro sei noch zu erwähnen, dass wir uns von selbstgamalten Bildern der Kinder inspirieren ließen. Diese wurden beim Einlass gemalt. Einige sind für diesen Eintrag abfotografiert worden. Insgesamt eine tolle Erfahrung, das klingt nach Wiederholung. Bedenkt man, dass ohne die erwähnten Hindernisse wohl auch doppelt soviel Bescuher hätten kommen können, erst recht!
Doppelt soviel waren es dann abends beim heiß erwarteten Match gegen eine der besten Improgruppen Bayerns: Chamäleon aus Regensburg. Diese wurden ihrem Ruf gerecht und so wurde der Abend zum zweiten Mal in Folge das beste Match, was wir in Ansbach je auf die Bühne gebracht haben (nach 6aufKraut im November). Anfangs trumpften die Chamäleons auf und gingen auch knapp in Führung. Doch bei der Lieblingsspielrunde zog Volle Möhre! davon und siegte am Ende mit einem Punkt Vorsprung. Zweiter Heimsieg überhaupt für uns! Juhu! Wenn man auch gestehen muss, dass de Regensburger spielerisch einen Tick besser waren, abr die machen das ja auch schon doppelt so lange. Auf jeden Fall brauchen wir uns nicht mehr vor den „großen“ Gruppen verstecken und hoffen jetzt, dass Holterdiepolter unser nächster Gegner in Ansbach ist.
Tags darauf ging es dann in der Kleinkunstbühne Der Schalk in Nürnberg in die nächste Improrunde. Michl entwickelte für Volle Möhre! und den Verein Kulturschock e.V. ein neues Konzept: Den Impro Slam! In dieser Form wohl einzigartig in Deutschland, denn das Bewertungssystem ist aus dem Poetry Slam übernommen, mit einer fünfköpfigen Jury, die die einzelnen Szenen bewertet. Das fiese für die Spieler: Sie wissen nicht was passiert, denn die Aufgaben bleiben geheim! So stöhnten auch einige Spieler (angetreten waren: Katrin von Holterdiepolter, Michael von Allmächd Knud, Alex vom Zinnobergelben Wunschkonzert, Philipp von den Spätzündern und für Volle Möhre! der Tim) über einige Spiele.
Vor allem das „A spricht B spricht C-ABC“ bereitete Kopfzerbrechen, aber auch Interview rückwärts und die Soloszenen forderten die Impro-Slammer gewaltig. Die Stimmung wurde durch den Wettbewerb ordentlich angeheizt und obwohl nur gut 30 Leute im Schalk (aber trotzdem ausverkauft, ist nicht größer, bei Tischbestuhlung), kochte der Raum. Viele waren wohl auch das erste Mal bei einer Improtheaterveranstaltung und ließen sich durch das Wörtchen „Slam“ wohl vom Poetry Slam her mal über den Tellerrand blicken. Scheint aber allen gefallen zu haben. So wird auch dieses Format seine Fortsetzung finden und ein rundum erfolgreicher Monat liegt hinter uns.
Und hier nun einige der Bilder vom Kinderimpro: