Archiv für die Kategorie ‘Show-Berichte’

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Endlich!

26. März 2008

Endlich! War das Motto des gestrigen Abends. In dreifacher Hinsicht:

1. Endlich Rapenschweinerei. Seit über einem halben Jahr versucht Volle Möhre! bei der Rampenschweinerei in Fürth mitzumachen. Die größte Open Stage der Region. Gestern hat es endlich geklappt. 4 mutige Möhren traten in der Kofferfabrik Fürth in einem ansonsten eher schwachen Programm an, um drei Improklassiker (HOT, Puppen, Professor) zu spielen. Nicht wenige sagten am Ende, wir wären der Höhepunkt des Abends gewesen, der sich in Übrigen wie ine Kaugummi zog… Um 22h wurde erst die zweite Hälfte eröffnet. Wenigstens muss unser schlechtes Gewissen, dass wir das Zeitlimit überzogen haben (18 statt 10 Minuten), nciht allzu groß ausgeprägt sein, irgendwie hielt sich gestern keiner an die Uhr, was dafür sorgte, dass nach Volle Möhre! einige den Nachhauseweg durch das verschneite Fürth antraten.

Zur Rehabilitierung muss dazu gesagt werden, dass man bei der Rampenschweinerei (immer letzten Dienstag im Monat, 20 Uhr, Kofferfabrik Fürth) bisweilen auch unglaublich gute Nummern entecken kann. Aber bei freien Eintritt und ohne Vorauswahl der Künstler gibt es eben auch mal schwache Abende, Rampenshweinerei ist wie Poetry Slam ist wie Überraschungsei: Mal hat man die heiß ersehnte Sammelfigut, mal nur Zambauscheiß (TM).

 2. Endlich mal wieder vor Publikum! Also so richtig. Nachdem unsere letzten Shows eher mau besucht waren, hatten wir gestern die Ehre vor ca. 130-150 Zuschauern die Sau rauszulassen. Das erste Spiel kam noch etwas verhalten an, die andern beiden Nummer ernteten aber gute Lacherfolge und nicht wenige pfiffen begeistert beim Abschlussapplaus. Hoffen wir mal, dass ein paar den Weg zum Impro Slam am Montag, 31.3., im Der Schalk (Äußere Bayreuther Str. 70, Nürnberg) finden. Beate und Wulf (Unsere Puppenspiler) haben ja Freikarten. Bereits vorher ( Sonntag, 30.3., Ansbacher Kammerspiele) haben wir noch zwei Shows in Ansbach. Um 16 Uhr Impro für Kinder und um 20 Uhr das heiß ersehnte Match gegen Chamäleon aus Regensburg.

3. Endlich der erste Auftritt unseres Praktikanten. Gestern hatte Josch unser Praktikant, seinen ersten Auftritt. Er hat sich gut gschlagen, wobei wir ihm auch noch keine Sprechrollen zugewiesen haben. Da muss noch ein bisschen Training her und erst einmal die Ernennung zum vollwertigen Mitglied. Dazu müsste unsere zerstreute Gruppe (nicht geistig, sondern geografisch) aber erst einmal wieder geschlossen zusammentreffen. Und das kann dauern bei 11 Personen, die von Deggendorf bis Würzburg über Ansbach und Nürnberger Ecke wohnen… Neben Josch auf der Bühne: Lisa, Tim und Michl. Die Erfindung des Abends: Scheibenwischer für die Waschmaschine.

Zugabe: Als Zugabe des heutigen Eintrags ein Foto eines Flyers, der für eine OSterparty (schon vorbei) wirbt. Wir erwägen rechtliche Schritte…

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Weltpremieren geglückt!

16. Dezember 2007

Bei Improtheater über geglückte Weltpremieren zu sprechen ist eigentlich witzlos, schließlich wird hier ja alles improvisiert und ist somit Weltpremiere (meisten auch gelich -derniere, soweit es denn so heißt…). Allerdings kann man im Rückblick auf die vergangene Show am 13.12. in der Kleinkunstbühne Der Schalk durchaus von geglückten Weltpremieren sprechen, denn schließlich hatte Volle Möhre! eine Vorgruppe, die richtiges Theater aufgeführt hat!

In der rund 10minütigen Szene, die die acht Teilnehmer eines Theaterwokshops im Rahmen ihrer Frisörausbildung aufführten, wurden die Probleme der Märchenfiguren mit ihren Frisuren durchleuchtet. Dornröschen hatte eine Frisur, die seit 100 Jahren aus der Mode ist und außerdem verstruwwelt war, als sei sie eben erst aufgestanden, Rapunzel wurde beim Einschleusen ihres Lovers erwischt und brauchte dringend eine neue Haarverlängerung und die Hexe hatte das Problem dass ihre Haare viel zu ordentlich waren! Naturkrause musste her! Alles kein Problem im Frisörsalon „Schneewittchen“.

Durchaus gekonnt spielten die sieben Damen und der eine Herr die Szene, von ihrer Nervosität im Vorfeld war nur in den ersten Minuten etwas anzumerken. Toll, was in drei Tagen Theaterarbeit alles entstehen kann!

Mit Nervosität beschäftigt sich Volle Möhre! schon längst nicht mehr, wobei ein bisschen Lampenfieber natürlich immer noch dazu gehört. Spannend waren im Vorfeld nur die Fragen: Wie kommt das neuentwickelte Spiel (also auch hier eine Weltpremiere) „Konferenzschaltung“ an und wie ist es eine abendfüllende Show mit drei Spielern (ebenfalls Weltpremiere für Volle Möhre!) durchzustehen? Beide Fragen konnten positiv beantwortet werden. Das Extremduellügeln zwischen Rheinhold Messner und dem Yeti, das Synchron-Stalking, das Biathlonleuchtturmwärtern und das Kunstklingeln, allesamt Bestandteile der Uraufführung von „Konferenzschaltung“ sorgten für Begeisterungswellen und man kann auch zu dritt eine Show meistern. Auch wenn Göksen sicher Recht hat, wenn sie behauptet: „So anstrengend wars noch nie!“ Schließlich steht man in nahezu jeder Szene auf der Bühne…

Fazit: Wieder mal eine tolle Show, die dank der Bestuhlung auch voll aussah, jedoch natürlich weit mehr Besucher vertragen könnte! Mal sehen wie es weiter geht mit Volle Möhre! in Nürnberg. Wenn man manch „Konkurrenz“veranstaltung mit einem Drittel der Besucher sieht, darf man natürlich hoffen! Und wenn man zu den Kollegen „Die Spätzünder“ nach Bamberg schielt wie viele Shows sie vor richtig leeren Rängen gespielt haben, bis es sich herumsprach und jetzt schön voll ist, dann darf man sogar frohen Mutes sein!